
Mein Thema ist die Bibel.
Dabei sind die Bilder keine Illustrationen der biblischen Geschichten,
vielmehr versuche ich, in ihnen meine Glaubenserfahrung auszudrücken. Die
Idee
zu einem Bild kommt mir meistens beim Lesen der Bibel oder hören einer
Predigt.
Bis aus der Idee ein Bild wird, ist es aber noch ein weiter Weg.
Zunächst setzte ich mich mit dem Text auseinander, und versuche mir dann
mit Skizzen über den
Bildaufbau klar zu werden. Dann übertrage ich die Skizze auf die Leinwand.
Ich habe übrigens nicht die berühmte Angst vor der weißen Leinwand.
Meine Angst kommt, wenn
das Bild schon gut fortgeschritten ist, und ich denke, dass ich mit jedem weiteren
Pinselstrich
alles kaputt mache(was auch oft passiert). Irgendwann, nach vielem Ringen, bekomme
ich das Bild
doch noch fertig, was mich dann glücklich macht.
Ich bin relativ spät mit dem Malen angefangen, habe auch keine Kunstschule
besucht.
Zunächst versuchte ich mich autodidaktisch, dann besuchte ich in der Reinbeker
VHS
zwei Malkurse, und folgte dem Maler, Rainer Heckel, in sein Atelier, als er
die VHS verließ.
Ich blieb bei ihm in losen Abständen 8 Jahre und habe viel gelernt.
Rainer Heckel ist ein großartiger Pädagoge. Er läßt jedem
seine Eigenart, berät,
macht Mut, kritisiert, und lobt. Allerdings hat er am liebsten Schüler,
die
ihren Weg schon wissen.
Zuerst malte ich Stillleben, Katzenbilder und Landschaftscollagen.
Dann fing ich zögernd mit Menschen und dem biblischen Thema an.

Mein Material ist vorwiegend Öl. Eine Zeitlang habe ich viel mit Zeitungspapier
gearbeitet.
Es enstand eine Serie von Collagen, die nur aus Zeitungspapier geklebt wurden.
Die Bilder wurden viel bewundert und bestaunt, aber als ich das Gefühl
hatte, dass
das Arbeiten mit Zeitungspapier zur Masche wurde, habe ich es aufgegeben.
Jetzt ringe ich wieder mit Öl.
Wenn Sie Lust haben, sich meine Bilder anzusehen, sollten Sie sich den Text
auch
in der Bibel durchlesen. Dadurch werden die Bilder verständlicher.
Die Bilder der Schöpfungsgeschichte brauchen den Text unbedingt. Sie wirken
nur im Zusammenhang mit dem Wort.